Windows 8 Futter


Tipps und Tricks zu Windows 8

1 Besucher online

Einführung in Windows 8

Die erste und sofort ins Auge stehende Neuerung von Windows 8 ist der "Metro"-Startbildschirm. Dabei handelt es sich im Grunde genommen lediglich um eine andere Darstellung des von Windows 7 her bekannten Startmenüs. Viele Anwendungen können sich auf dem "Metro"-Startbildschirm als "Kacheln" (englisch: "Tiles") integrieren. Dabei handelt es sich nicht nur um simple Programmaufrufe ("Verknüpfungen") zu Anwendungsprogrammen. Die Kacheln selbst können auch gleich Informationen anzeigen. Beispiele:

  • Die "Wetter"-Kachel kann gleich aktuelle Wetterdaten anzeigen
  • Die "Bing Finanzen"-Kachel kann gleich aktuelle Börsen-Daten anzeigen
  • Auf "Sport"-Kacheln können aktuelle Sport-Nachrichten angezeigt werden
  • Auf "Nachrichten"-Kacheln können aktuelle Nachrichten angezeigt werden.

Der "Metro"-Startbildschirm von Windows 8 mit den "Kacheln" ist für die mehr und mehr verbreiteten Tablett-PCs mit Touch-Oberfläche gedacht. Die großen Flächen der Kacheln sind zweifelsohne leichter mit den Fingern zu bedienen als die von Windows 7 her bekannten kleinen Icons auf dem Desktop, der Taskbar ("Superbar") oder im Startmenü. Zudem sind viele Besitzer von Handys mit Touch-Oberfläche solche große Icons gewohnt und dem Feature mit dem Finger den Bildschirm zur Seite oder nach unten zu "wischen".

Für Anwender ohne Touch-PC ist die Metro-Oberfläche aber unhandlich und unergonomisch. Kaum ein Anwender eines klassischen PCs wird die Hand von der Tastatur oder Maus nehmen und mit ausgestrecktem Arm und Finger auf den vor ihm stehenden Bildschirm tippen. Auch Notebook-Besitzer empfinden es als lästig immer wieder die Hand von der Tastatur zu nehmen und etwas auf dem Notebook-Bildschirm antippen zu müssen.

Zwar können die Kacheln auch mit der Maus angeklickt werden, aber die Anzahl der darstellbaren Kacheln auf dem Metro-Startbildschirm ist erheblich geringer als die Anzahl der Icons auf einem Windows 7 Desktop. Und somit ist der geübte Maus-Benutzer beim Metro-Startbildschirm immer wieder genötigt seitlich zu scrollen um an die anderen Kacheln heranzukommen.

Bei einer Bildschirmauflösung unter 768 Pixeln sind die Apps auf dem Metro-Startbildschirm zwar noch sichtbar - aber nicht mehr startfähig. Das bedeutet, dass bei den kleinen Netbooks mit einer Netbook typischen Auflösung von 1024 x 600 keine Apps mehr startfähig sind. Bei einigen Netbook-Grafikkarten lässt sich die Auflösung hochskalieren, so dass dann ebenfalls Apps startbar sind - siehe hier.

Aber Windows 8 stellt auch noch den von Windows 7 her bekannten Desktop zur Verfügung. Dort kann man - wie von Windows 7 her gewohnt - Programm-Verknüpfungen als Icons auf dem Desktop oder der Taskbar platzieren. Allerdings ist das "Startmenü" deaktiviert. Fährt man mit der Maus in die linke, untere Ecke erscheint eine Schaltfläche über die man wieder zum Metro-Startmenü zurückkehhren kann. Der erste populäre Hack im Internet für Windows 8 war also folgerichtig die Aktivierung des von Windows 7 her bekannten Startmenüs. Dieser Hack ist mittlerweile in vielen Varianten verfügbar:

  • Als separat startendes Programm
  • Als Erweiterung für das Kontextmenü (Rechte Maustaste auf den Desktop-Hintergrund)
  • Als "Gadget" (kleines Zusatzprogramm auf dem Desktop)

Die komfortabelste Möglichkeit ist "Classic Shell". Sie bringt alle Features des Windows 7 Startmenüs zurück und lässt sich vielfältig konfigurieren.